Ich möchte jungen Schreibern Mut machen – 3. Charaktere


Hallo zusammen,

heute wieder eine Leseprobe mit einem „Bitte so nicht“ Bespiel aus meinem alten Vampirjägerinnen Manuskript. Diesmal soll es darum gehen, wie man die Charaktere nicht, in eine Story einbringen sollte.

Vorweg: Diese Geschichte hatte viel zu viele Charaktere. Die meisten waren mehr oder weniger Kanonenfutter.

Daraufhin öffneten sich die anderen fünf Särge und in jedem erwachte ein Vampir. Eines war ein Mädchen, das selbst für einen Vampir sehr blass war, mit langen roten Haaren und einem kurzen, blauen Kleid. Ihr Name lautete Anastasia. Das andere Mädchen hatte kurze braune Haare und trug knielange Hosen mit einem langen Oberteil und darüber einen Umhang. Ihre gesamte Kleidung war rot. Sie hieß Sue. Der Rest waren Jungen. Der eine hieß Jared, hatte schwarze Haare und trug wie Tora und Ice eine Kutte, genau wie Neil. Nur der Letzte unterschied sich deutlich von den männlichen Vampiren. Seine schwarzen Haare waren mit einem Band zusammengebunden und sein Pony fiel ihm tief in die Stirn bis über die Augen. Er trug einen grünen Schal und ein dunkelblaues Oberteil, dazu schwarze Hosen, die unten am Bein mit einem Band festgeschnürt war. Er trug sein Schwert offen und nicht wie die anderen versteckt.

Für diesen kurzen Abschnitt waren es zu viele Namen. Ich musste meinen Text selber noch mehrmals lesen, bis ich wieder eine Übersicht gewann. O.k. ich hatte den Text auch seit ca.8 Jahren nicht mehr in der Hand, aber Leser hätten sich wohl schwergetan.

Heute würde ich Jared und Neil überhaupt nicht mehr namentlich erwähnen, da sie ohnehin einfach sterben werden. Bei Sue wäre ich mir nicht sicher, aber dass sie rausfliegen würde, wäre nicht unwahrscheinlich.

Fassen wir zusammen: Seit nett zu euren Lesern, damit sie euch auch folgen können. Ihr kennt eure Charaktere in und auswenig, eure Leser nicht. Stopft sie nicht mit überflüssigen Informationen voll und überlegt euch, welche Charaktere ihr in einer Szene / Geschichte wirklich braucht und in wie fern Beschreibungen notwenig sind.

Eure Yve

Ich möchte jungen Schreibern Mut machen – 1. Unlogisch…


Hallo zusammen,

ich möchte mich heute besonders an die jungen Schreiber unter euch wenden und damit meine ich nicht das Alter. Ich will allen Mut machen, die gerade erst mit dem Schreiben begonnen haben und sich manchmal verzweifelt fragen: Warum geht das einfach nicht!

Ich werde euch Ausschnitte aus meinen alten Texten bis heute zeigen.  Ich halte mich bei weitem nicht für einen perfekten Schreiber und muss auch noch sehr viel lernen. Auslernen tut man natürlich nie! Niemand. Aber ich kann euch zeigen, dass man mit viel Zeit und Übung besser werden kann.

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Erfahrungsbericht – Der Kampf mit der Rechtschreibung


Wer meine Autorenpage kennt und dort einmal einen Blick in meinen Steckbrief geworfen hat, wird wissen, dass ich eine lange Zeit sehr mit der Rechtschreibung gekämpft und diesen Kampf noch immer nicht ganz gewonnen habe. Dieser Blogeintrag soll kein Jammer-Eintrag werden, wie grausam schwer doch die deutsche Sprache ist. Ich möchte lediglich ein Tabuthema brechen und anderen Mut machen, sich nicht aufzugeben.

Die Grundschulzeit

Ich kam 1993 in die Schule und lernte zunächst noch die alte Rechtschreibung. Damals kannten wir die Diktate, die geschrieben wurden und meine Probleme zeigten sich noch nicht so offensichtlich. Auch in Aufsätzen hielten sich die Fehler noch in Grenzen, da wir einfach noch nicht so viele Worte kannten und Zeichensetzung auch noch nicht so ein großes Thema war.

1996 kam die erste Reform und wir hatten keine andere Wahl als umzulernen. Ich verstand damals jedoch den Unterschied nicht wirklich, lediglich, dass es nun weniger ß gab.

Orientierungsstufe

In der 5. und 6. Klasse zeigten sich meine Probleme mehr als deutlich. Mein Rekord lag bei 50 Fehlern pro Seite. Wobei es nach meinen Erinnerungen nur Rechtschreibfehler und keine Zeichenfehler waren. Zu meinem Glück bestanden unsere Diktate damals immer auch aus einem Grammatik Teil, in dem ich seltsamerweise recht gut war. Die Theorie beherrschte ich, die Praxis nicht.

Realschule

Jetzt wurde es erst richtig schlimm! 5er in Diktaten, in Aufsätzen konnte ich mich dank Inhalt auf 3er  retten. Manchmal kam sogar eine 2 raus. Meine Eltern begannen mich mit Diktaten zu quälen, was aber überhaupt nichts brachte und ich eher noch schlechter wurde. Ich fing an Deutsch zu hassen und eine regelrechte Ablehnung dagegen zu entwickeln. Doch dann geschah ein Wunder und ich entdeckte meine Liebe zum Schreiben neu, die ich in der Grundschule schon hatte. Und Word war ein gnadenloser Richter. Ihr könnt sicher ahnen, wie meine Dateien aussahen. Aber ganz langsam schlichen sich die richtigen Wörter in mein Gedächtnis ein. Noch dazu kam, dass ich in der 8. Klasse meine Brieffreundin Jary kennenlernte. Sie hat eine sehr gute Rechtschreibung und ich schaute mir viel bei ihr ab. Außerdem wollte ich vor ihr natürlich nicht als so dämlich dastehen und fing an mehr darauf zu achten.

Am Ende der Realschule hatte ich mich dank all dieser Faktoren auf eine 2 in meiner Abschlussarbeit hochgekämpft. Gut, dass damals noch die alte Rechtschreibung erlaubt war, denn ich schrieb alle Anreden in einem Brief groß 😉

Gymnasium

Meine Einstellung zum Fach Deutsch hatte sich enorm verbessert und ich wählte Deutsch dann auch als Leistungskurs. Meine Rechtschreibproblematik stand mir nicht mehr im Weg.

Heutiger Stand

Ich kämpfe noch immer gegen die Tücken der Rechtschreibung, aber ich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Jary unterstützt mich tatkräftig. An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank ^.^ 100% sattelfest werde ich wohl nie werden, aber ich arbeite daran dem nahe zu kommen.

Mein Tipp

Was ich mit diesem Artikel sagen möchte, ist, dass es meiner Meinung nach nicht viel bringt, Unmengen von Übungsdiktaten zu machen und Regeln auswendig zu lernen. Wenn man an seinem Problem arbeiten möchte, dann muss Spaß bei der Sache sein. Man sollte es aus voller Überzeugung für sich wollen. Fangt an in Word zu schreiben. Es müssen keine ausgereiften Geschichten sein. Schreibt, was euch einfällt, vielleicht ein Tagebuch. Das Programm zeigt euch die Fehler. Schaut sie euch an. Ist das Wort falsch, weil ihr es nicht besserer wusstet? Oder nur ein Tippfehler?

Fangt an zu lesen. Ich für meinen Teil habe etwa zum Zeitpunkt meiner Schreibsucht auch gleichzeitig angefangen Mangas zu lesen, was sicher auch einen Teil dazu beigetragen hat. Vorher habe ich nämlich gar nicht gelesen. Also lasst euch nicht einreden nur durch dicke Wälzer lernt man Rechtschreibung 😉 Text ist Text.

Lasst euch gesagt sein: Es ist ein langer Weg, der sich über Jahre hinziehen kann. Hebt alte Texte, Diktate, Klassenarbeiten oder was auch immer auf. Schaut euch eure Fortschritte an. Und denkt auch daran, dass auch Deutschlehrer dank der ganzen Reformen inzwischen auch mal Zweifel an dem ein oder anderen Wort haben.

Vor- und Nachteile des Book on Demand Verfahrens


Ich hatte diesen Artikel bereits einmal geschrieben, finde inzwischen aber, dass noch einiges fehlte.

Pro:

  • Sehr umweltschonend, da Bücher erst auf Bestellung und nicht in großen Mengen gedruckt werden
  • Platzsparend, da die Bücher nicht gelagert werden müssen
  • Nischenthemen, die nur für sehr wenige Leser sind und deswegen bei keinem Verlag unterkommen, der mehrere tausend Exemplare drucken müsste, damit es sich lohnt, können auf diese Weise produziert werden

Contra:

  • Jeder kann sein Buch drucken lassen. Ich habe schon von Büchern gehört, bei denen pro Seite mehr als 50 Fehler sind ect.
  • Es gibt schwarze Schafe, also aufpassen!
  • Man muss das Lektorat, den Buchblock und das Cover selbst machen. Es gibt aber auch Anbieter, bei denen man Zusatzoptionen buchen kann und dies übernommen wird
  • Da jedes Buch ein Unikat ist, ist der Verkaufspreis, besonders bei sehr langen Büchern, nicht mehr konkurrenzfähig
  • Bei der Werbung ist man meist auf sich allein gestellt
  • Bücher aus sogenannten Dienstleistungsverlagen haben einen schlechten Ruf (siehe erster Punkt) und werden von manchen Lesern bereits als mies abgestempelt ohne, dass sie gelesen wurden
  • Die Bücher liegen nicht in den Buchhandlungen.

Anbieter:

  • BoD: Der wohl größte Book on Demand anbieter überhaupt. Eine ISBN kostet 39€, der Vertrag geht über 5 Jahre, in denen monatlich 1,99€ Datenerhaltungsgebühren anfallen. Eine Neuauflage innerhalb dieser Zeit kostet 39€. Es werden Soft- und Hardcover sowie Booklets (Hefte) als Format angeboten. Die Bücher sind direkt bei Amazon im Sortiment.
  • Epubli: Das Unternehmen ist eine Tocherfirma der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Eine ISBN kostet 19.95€ pro Jahr. Als Format werden Hefte, Soft- und Harcover sowie Ringbuchbindungen angeboten. Epubli ist mit seinen 2 Jahren noch recht neu auf dem Markt. Die Bücher sind über den Amazon Marktplatz erhältlich (d.h. Bestellungen sind nicht Portofrei) und über den Buchhandel zu bestellen.
  • Shaker Media: Ein Tochterunternehmen des Shaker Verlages. Man muss garantieren, dass man im ersten Jahr 50 Bücher verkauft, sollte einem dies nicht gelingen, muss man den Rest der Bücher aufkaufen. Ein Honorar gibt es erst ab einer bestimmten Menge verkaufter Bücher. Sie legen die Kosten also erst einmal aus.

Natürlich gibt es noch weitere Anbieter, doch mit diesen habe ich mich genauer auseinander gesetzt. Ich möchte an dieser Stelle jedoch KEINE Wertung abgeben, denn nicht jeder Anbieter ist für jedes Projekt geeignet.

Bitte lest euch immer ganz genau die Webseite des Unternehmens durch. Sollte euch etwas seltsam vorkommen, dann lasst die Finger davon oder fragt direkt dort nach. Sollten die Antworten nicht zufriedenstellend sein, dann sucht euch einen anderen Anbieter.

Denkt realistisch. Bücher verkaufen sich nicht von allein! Ihr müsst Werbung machen und wem das nicht liegt, der verkauft auch kaum etwas. Von meinen 3 Bücher habe ich insgesamt etwa 20 verkauft. Man muss eine gwissen Portion Dreistigkeit und auch Glück haben, um an den Leser zu kommen. Und rechnet nicht mit der Unterstützung der örtlichen Medien! Ich wurde bisher immer entweder ohne Begründung abgelehnt oder bekam nie eine Rückmeldung. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr es nicht versuchen solltet. Es kann auch klappen!